Verleihung des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2018 in Eisenstadt

Gestern, am 15. Mai 2018, wurde um 11.00 Uhr der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis 2018 in Eisenstadt verliehen.

Die knackige Moderation durch Heidi Lexe (STUBE) und Franz Lettner (Institut für Jugendliteratur), die flammende Rede von Gabi Kreslehner (ganz stolz website-frei 🙂 und das Zusammensein mit all den lieben Kolleginnen und Kollegen haben die Veranstaltung zu einer stimmigen Party werden lassen. Nicht zu vergessen der unpackbar professionelle und kreative Video-Beitrag der Jugend-Jury! Ein großes Danke an die OrganisatorInnen rund um das Literaturhaus Mattersburg, die Jugendjury und das BKA. Wie Gabi Kreslehner gesagt hat:

„Danke, dass ihr unsere Kunst nicht im Regen stehen lasst.“

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Auf ORF tvthek kann der Beitrag in „Burgenland heute“ noch bis Montag, 21. Mai abgerufen werden:

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http://tvthek.orf.at/profile/Burgenland-heute/70021/Burgenland-heute/13976942

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Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis für „ich #wasimmerdashauchheißenmag“

Östereichischer Kinder und Jugendbuchpreis_1_ÜberschriftMaskottchen Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis

Bereits zum fünften Mal geht die feierliche Verleihung der Auszeichnungen in der burgenländischen Landeshauptstadt über die Bühne. Die Preise werden am 15. Mai 2018, um 11 Uhr, im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt überreicht.

 

Durch die Verleihung führen die beiden Kinder- und Jugendliteraturexperten und Jurymitglieder Heidi Lexe (STUBE – Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) und Franz Lettner (Institut für Jugendliteratur).

Die PreisträgerInnen 2018:

Gabi Kreslehner, Verena Ballhaus: Duhuu? Hast du mich lieb?

Cover Kreslehner: duhuu? hast du mich lieb?

Tyrolia Verlag 2017
26 Seiten
€ 14,95
ab 3 Jahren

Natürlich ließe sich die titelgebende kindliche Frage mit einem einmaligen, überzeugten Ja beantworten. Doch wo wäre der Spaß daran? Immer und immer wieder muss nachgefragt werden – nicht aus kindlicher Unsicherheit heraus, sondern aus dem Verlangen, die Vorbehaltlosigkeit der Antwort auszuloten. Entworfen werden die unterschiedlichsten Situationen, die ein Ja einschränken könnten. Situativ bestimmte Stimmungen weiten sich dabei zu immer umfassenderen und existentielleren Szenarien; letztlich erhält das dennoch immer bestimmte und schlichte Ja dadurch sogar eine transzendente Komponente. Die Illustrationen finden davon ausgehend eine eindrückliche Konstante, um das fragende Kind und die immer und immer wieder ausgesprochene Antwort miteinander zu verbinden. Verena Ballhaus spiegelt die jeweilige Stimmung der Fragesituationen in grafischen Kompositionen, in denen geometrische Formen in immer neuen Varianten arrangiert werden. Das dem Kind zugeordnete Quadrat und die in einen Farbkreis gesetzte Antwort repräsentieren das Vertrauensverhältnis, mit dem Frage und Antwort durchgehend aufeinander bezogen werden.

Michael Roher: Tintenblaue Kreise

Cover Roher: Tintenblaue Kreise

Luftschacht Verlag 2017
184 Seiten
€ 15,40
ab 12 Jahren

Das „Leguan“ ist ein wunderbarer Ort: Im ersten Stock hat Sabine, genannt Biene, ihre „Kunst-und Unfug-Zimmerhöhle“, im Erdgeschoß betreiben ihre liebevollen Eltern ein gemütliches Café, dessen Stammgäste zur Familie gehören. Beere etwa, dem Biene, die später Tätowiererin werden will, mit ihrem Kugelschreiber immer wieder kunstvoll den Unterarm verziert. Die Idylle bricht jedoch jäh zusammen, als Beeres kleiner Sohn am Herzen operiert werden muss und Biene ganz unmittelbar mit dem Tod konfrontiert wird. In diesem Moment ist ihr Mitschüler Phillip da, ein verschlossener Junge, der in der Schule schikaniert wird. Er hört zu, wird zu einem Freund – wenn nicht mehr … Humorvoll und warm erzählt Michael Roher über Familie und geglücktes Leben, Mobbing, Freundschaft und erste zarte Liebe. Er nimmt seine Figuren in ihrem Glück und Unglück ernst, bindet existentielle Fragen mit Leichtigkeit ein und zeigt, dass diese weder eindeutig noch einfach zu beantworten sind.

Sarah Michaela Orlovský: ich #wasimmerdasauchheißenmag
Mit Bildern von Ulrike Möltgen

Cover Orlovsky: ich #wasimmerdasauchheissenmag

Tyrolia Verlag 2017
216 Seiten
€ 17,95
ab 13 Jahren

Was umfasst dieses seltsame Wort Ich? Die jugendliche Ich-Erzählerin Nono soll unerwartet ein kleines Geschwisterchen bekommen. Die befürchtete neue Familiendynamik veranlasst Nono, über sich selbst und ihren Platz im Leben nachzudenken. Sie startet eine sommerliche Selbsterkundung und hält die Ergebnisse scheinbar dokumentarisch in einem Notizbuch fest. Wie jedoch das Twitterkürzel im Titel bereits andeutet, gibt es auf die Frage nach dem Ich selten eine verbindliche Antwort; vielmehr überlagern sich die Antwortmöglichkeiten und entsprechen damit den unterschiedlichen Textsorten, mit deren Hilfe adoleszente Uneindeutigkeiten auf die formale Ebene des Romans übertragen werden: Nono patchworkt Listen, Aufzählungen, Spracherprobungen, Durchstreichungen, Versuchsanordnungen, lexikalische Einträge, E-Mails, Lyrik-Passagen sowie Ich-Reflexionen und folgt damit auch stilistisch variantenreich ihren Selbsterprobungen. In einer Art Suchspiel schlüpft sie in unterschiedliche Verkleidungen und Rollen und überprüft ihre Wirkung auf andere, um letztlich zu erkennen, dass der Wert des Ich sich immer im Du spiegelt.

Lilly Axster: Die Stadt war nie wach

Cover Axster: Die Stadt war nie wach

Zaglossus 2017
168 Seiten
€ 14,95
ab 14 Jahren

Tony, Minh, Ayo und die beiden Jungs Reza und Hannes sind seit Jahren ALLE FÜNF – unzertrennlich, Freund_innen für immer und ewig: „alles geht durch fünf zu teilen, sogar die vier farben im kartenspiel …“. Und dann ist plötzlich alles anders: Reza gerät im Abstellraum der Schule in eine Szene, für die es keine Worte gibt – „irgendwas mit Lehrer und Schüler_innen und Sex“; Tony weiß nicht, ob sie schwanger und in wen sie verliebt ist; Hannes mietet heimlich eine Wohnung; Minh begehrt sprachlos Tony; und Ayo will dringend, dass sich etwas ändert … In glasklarer Sprache mit poetischen Einschüben fokussiert Lilly Axster auf vier krisenhafte Wochen im Leben von fünf Jugendlichen. Sie beschreibt ihre Sehnsüchte und Ängste, macht das dichte Beziehungsnetz zwischen ihnen und ihren Eltern sichtbar und konfrontiert sie mit dem Missbrauch durch einen Lehrer. Und macht am Ende klar, dass Schweigen keine Lösung ist. Wie gut, dass am Ende ALLE FÜNF zusammenfinden und Hilfe suchen.

 

Der Preis

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis ist eine staatliche Würdigung des künstlerischen Schaffens von österreichischen Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren und Übersetzerinnen und Übersetzern sowie eine Auszeichnung für die Produktion qualitätsvoller Kinder- und Jugendliteratur in österreichischen Verlagen. Insgesamt werden vier Kinder- und Jugendbuchpreise vergeben, die mit je 6.000 Euro dotiert sind. Bis zu zehn weitere Bücher werden in die Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis aufgenommen.

 

Die Jugendjury

„Warum werden Kinderbücher immer von Erwachsenen ausgesucht?“, fragten sich viele Kinder bei der Preisverleihung im Jahre 2005. Ja, warum eigentlich? Die Frage führte jedenfalls dazu, einen Preis der Jugendjury einzurichten, der heuer von Schülerinnen und Schülern des BG/BRG/BORG Eisenstadt Kurzwiese vergeben wird und vom Bundeskanzleramt mit 2.000 Euro dotiert ist. Die jungen Leserinnen und Leser wählen dabei aus den Preis- und Kollektionsbüchern ihr Lieblingsbuch aus, das dann bei der Veranstaltung in Eisenstadt bekannt gegeben wird.

Wir danken dem Literaturhaus Mattersburg und der Buchhandlung Nentwich in Eisenstadt für ihre Unterstützung.

 

Weitere Informationen: www.lesefest.at

Die besten 7 #wasimmerdasauchheißenmag :-)

Eine Jury mit 29 Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ermittelt einmal im Monat die besten sieben Bücher für junge Leser. Im Februar mit dabei:

ich#wasimmerdasauchheißenmag
Von Sarah Michaela Orlovský und Ulrike Möltgen (Illustration)
Tyrolia Verlag, 217 Seiten, € 17,95                                                      ab 13

„Wann ist man freiwillig man selbst?“, fragt sich Nono, 15 Jahre, auf der Suche nach der Schublade, in die sie passen könnte. Was will ich? Was macht mich aus? Wer bin ich? – das sind ihre Fragen. Schreibend tastet sie sich Schicht um Schicht weiter.

Eine Tagebuch-Collage, heiter und temporeich erzählt, mit klugen Wortspielen und Worterfindungen und mit zarten schwarz-weißen Tuschezeichnungen.

Zum Nachhören im Deutschlandfunk: DIE BESTEN 7 / 03.02.2018

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Alle 7 auf einen Streich:

Finn macht es anders
Von Andrea Liebers & Susanne Göhlich (Illustration)
Peter Hammer Verlag, 32 Seiten, € 9,90                                                        ab 6

Smon Smon
Von Sonja Danowski
NordSüd Verlag, 48 Seiten, € 20,-                                                       ab 6

Der Elefant auf dem Trampolin
Gedichte zum Größerwerden
Von Lutz Rathenow und Egbert Herfurth (Illustration)
leiv Verlag, 84 Seiten, € 12,90                                                            ab 4

Bikos letzter Tag
Von Saskia Hula und Eva Muszynski (Illustration)
Klett Kinderbuch, 32 Seiten, € 14,-                                                      ab 4

ich#wasimmerdasauchheißenmag
Von Sarah Michaela Orlovský und Ulrike Möltgen (Illustration)
Tyrolia Verlag, 217 Seiten, € 17,95                                                      ab 13

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Von John Green
Aus dem Englischen von Sophie Zeitz
Hanser Verlag, 285 Seiten, € 20,-                                                                 ab 13

Good Night Stories For Rebel Girls
100 außergewöhnliche Frauen
Von Elena Favilli und Francesca Cavallo
Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Hanser Verlag, 224 Seiten, € 24,-                                                                 ab 12

 

„Geschichten von Jana“ / Kollektion des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2016 stehen fest.
Als besonderer Lesetipp in der Kollektion: „Geschichten von Jana„!

Geschichten von Jana_Tyrolia 2015_CoverÖsterreichischer Kinder und Jugendbuchpreis_Logo

Eine fünfköpfige Jury – bestehend aus Gerhard Falschlehner, Clemens Heider, Franz Lettner, Heidi Lexe und Elisabeth Rippar – wählte aus 75 Einreichungen von 29 Verlagen jene Bücher aus, die aufgrund ihrer herausragenden künstlerischen Qualität nominiert wurden.

Bücher und Literatur für junge Leserinnen und Leser bieten mehr als bloß Information und Zerstreuung: Sie sind erzählende Einführungen in unsere Welt und Versuchsanordnungen für Neues und Unbekanntes. Sie sind Trainingscamps der Fantasie gleichermaßen wie Experimentierstuben für unser Vorstellungsvermögen. Und sie sind auch jener Ort, an dem unsere Wahrnehmung und unser Verstand geschärft werden kann. Die Kinder- und Jugendbuchpreise sind also ein wichtiges Instrument um Kinder und Jugendliche möglichst früh mit Büchern und Literatur vertraut zu machen und andererseits eine wichtige Anerkennung der künstlerischen und kreativen Leistung unserer Autoren, Illustratoren und Übersetzer, die außergewöhnliche Literatur für junge Menschen schaffen. Sie sollen aber auch eine Bestätigung für jene Verlage sein, die diese Bücher mitgestalten, publizieren, auf den Markt und zum Leser bringen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und freue mich schon auf die Preisverleihung in Eisenstadt“, so Bundesminister Josef Ostermayer.

Folgende vier Bücher werden mit dem Preis ausgezeichnet:

  • Verena Hochleitner: „Der verliebte Koch“, Luftschacht Verlag
  • Barbara Schinko: „Schneeflockensommer“, Tyrolia Verlag
  • Kathrin Steinberger: „Manchmal dreht das Leben einfach um“, Verlag Jungbrunnen
  • Heidi Trpak, Leonora Leitl: „Willi Virus. Aus dem Leben eines Schnupfenvirus“, Tyrolia Verlag

Zehn weitere bemerkenswerte Titel werden als besonderer Lesetipp in die Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 aufgenommen:

  • Elisabeth Steinkellner: „Rabensommer“, Verlag Beltz & Gelberg
  • Irmgard Kramer: „Am Ende der Welt traf ich Noah“, Loewe Verlag
  • Sarah Michaela Orlovský: „Geschichten von Jana“, mit Illustrationen von Nadine Kappacher, Tyrolia Verlag
  • Saskia Hula: „Hyänen kommen nie zu spät“, mit Bildern von Stefanie Duckstein, Obelisk Verlag
  • Renate Habinger, Christa Schmoiger: „Aus 1 mach viel!“, Residenz Verlag
  • Robert Göschl: „12 Monsters“, Luftschacht Verlag
  • Thomas Rosenlöcher, Verena Hochleitner: „Das Gänseblümchen, die Katze & der Zaun“, Tyrolia Verlag
  • Jutta Treiber, Nanna Prieler: „Die Wörter fliegen“, Residenz Verlag
  • Helga Bansch: „Die Rabenrosa“, Jungbrunnen Verlag
  • Brigitte Jünger, Julia Dürr: „Ida und das Gürkchen“, Jungbrunnen Verlag

Verleihung durch Kulturminister Josef Ostermayer am 11. Mai in Eisenstadt
Die Preise werden jährlich vom Bundeskanzleramt vergeben und sind mit je 6.000 Euro dotiert. Bundesminister Ostermayer wird die Auszeichnungen am 11. Mai im Kultur- und Kongresszentrum in Eisenstadt überreichen.

Rückfragehinweis:
Mag. Kerstin Hosa, MAS
Kabinett Bundesminister Dr. Josef Ostermayer
Pressesprecherin Kunst & Kultur
Tel.: +43 1 531 15-202122
Mobil: +43 664 610 63 62
kerstin.hosa@bka.gv.at

Quelle: http://www.bundeskanzleramt.at/site/cob__61971/6592/default.aspx

Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien für „Geschichten von Jana“

Am 27. Jänner wurden im Wiener Rathaus die Kinder- und Jugendbuchpreise der Stadt Wien vergeben. Mit dabei: „Geschichten von Jana“!

Vielen Dank an Silke Rabus für die wunderbaren Laudationes, an Verena Hochleitner für die schöne Dankesrede und an die Mitarbeiter_innen des Magistrats Wien für die runde Veranstaltung.

Preisträgerinnen und Preisträger
Kinder- und Jugendbuchpreise der Stadt Wien
 2015
„Das Gänseblümchen, die Katze & der Zaun“ von Thomas Rosenlöcher (Autor), Verena Hochleitner (Illustrator)

„Geschichten von Jana“ von Sarah Michaela Orlovsky (Autorin) m. Ill. v. Nadine Kappacher

„Aus 1 mach viel! Vom Samenkorn zum Festtagsschmaus“ von Renate Habinger