Ein Schnurrbart erobert die Welt – ab Jänner 2016 im Bücherregal!

Seit Jojos Oma gestorben ist, starrt Opa den ganzen Tag nur noch mürrisch in seine Zeitung. Das ändert sich aber schlagartig, als er dabei eine Anzeige für die Bart-Weltmeisterschaft entdeckt. Die Idee Schnurrbart-Weltmeister zu werden, weckt in Opa neue Energien und so bereiten Jojo und er sich voll Feuereifer auf dieses große Abenteuer vor, denn so ein Bart muss erstmal gut gehegt und gepflegt werden. Als es dann schließlich soweit ist, steigt die Spannung enorm. Mit welchem Styling könnte Opa Erfolg haben? Und was, wenn er tatsächlich gewinnt?

Nach dem Erfolg von »Valentin, der Urlaubsheld« haben Sarah Michaela Orlovsky´ und Michael Roher aufs Neue zusammengefunden und ein vergnügliches Buch voll Witz und Weisheit gestaltet.

LESEPROBE_Ein Schnurrbart erobert die Welt

COVER_Ein Schnurrbart erober die Welt_Orlovsky_Roher_Picus 2016
Ein Schnurrbart erobert die Welt
Text: Sarah Michaela Orlovský
Illustrationen: Michael RoherKinderbuch ab 6 Jahren
104 Seiten, durchgehend s/w illustriert
Picus 2016

Die ganze Welt steckt voller Abenteuer. Ein Gespräch mit Sarah Michaela Orlovský

Die ganze Welt steckt voller Abenteuer
Ein Gespräch mit Sarah Michaela Orlovský anlässlich des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2015

Sarah Michaela Orlovský, Jahrgang 1984, in Oberösterreich geboren, hat ihr Notizbuch an der Uni Wien sowie in Sambia, Armenien, Äthiopien, der Slowakei und Ruanda gefüllt. Seit Neuestem erprobt sie die Eigenheiten des sesshaften Lebens in Vöcklabruck. So steht es in Ihrem Lebenslauf. Wie geht es Ihnen dabei? Ich meine, beim sesshaften Leben.

Sarah Michaela Orlovský: Das fühlt sich soweit gut an. Und wenn mich doch die Reiselust packt, kann es ja auch ein kleiner Urlaub in Europa sein. Oder eine Lesereise. Das Unterwegssein gehört einfach zu mir dazu. Eine ganze Woche lang nur zu Hause zu sein, ohne einen Ausflug – das fällt mir echt schwer.

Nützt einem das beim Schreiben?

Sarah Michaela Orlovský: Auf jeden Fall. Schreib-Ideen entstehen bei mir durch Impulse von außen. Ich sehe oder höre etwas Interessantes – und das lässt mich nicht mehr los. Es arbeitet in mir und läuft Runden in meinem Kopf und am Ende entsteht eine Geschichte drumherum. Das funktioniert natürlich auch zu Hause. Die ganze Welt steckt voller Abenteuer, man muss nur aufmerksam genug sein. Aber unterwegs geht es leichter. Wo alles neu ist, da sind Augen und Ohren wacher.

Und was steht denn so alles in Ihrem Notizbuch?

Sarah Michaela Orlovský: Da finden sich zum Beispiel schöne Sätze. Beim Skifahren hat etwa jemand gesagt: „Heute hatten wir strahlend blauen Sonnenschein!“ Das hat mir gefallen. Das verwende ich sicher in einem Buch. Oder ich klebe kuriose Zeitungsausschnitte ein, wie den Bericht über Neoprenanzüge für Pferde.

In der frisch-fröhlichen Geschichte „Valentin, der Urlaubsheld“ schicken Sie den kleinen Valentin samt Familie nach Griechenland, wo dann alles anders kommt, als man es erwartet hätte. Für uns LeserInnen ist das ja komisch, für den Valentin weniger.

Sarah Michaela Orlovský: Genau, der hat ziemlich dran zu knabbern, dass seine Vision vom perfekten Urlaub so ganz anders ist als die seiner Eltern. Gut, dass er einen Freund findet in diesem Griechenland, in dem alle immer nur schlafen, anstatt Urlaub zu machen. Auch wenn diese Freundschaft ihm dann erst recht Kummer bereitet.

Wo nehmen Sie die Geschichten her, die Sie erzählen. Und woher kam Valentin?

Sarah Michaela Orlovský: Die Geschichte von Valentin ist mir tatsächlich im Urlaub auf einer griechischen Insel eingefallen. Es war schon September und in unserem Hotel wohnten fast nur Pensionisten – und ein kleiner Junge. Er war wohl mit seinen Großeltern unterwegs. Wie er da saß, auf der Terrasse, und unglücklich wartete, bis Oma und Opa endlich mit dem Frühstücken fertig sind, da hat er mir so leidgetan. Ich hab ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommen und überlegt, wie sein idealer Urlaub ausgesehen hätte und was er wohl jetzt den ganzen Tag so macht.

Spielen Sie bei der Entwicklung einer Geschichte verschiedene Ideen durch, oder steht die Story von Anfang an unverrückbar fest?

Sarah Michaela Orlovský: Entweder ich habe den Anfang gleich im Kopf, oder das Ende, oder das Grundkonzept – irgendetwas, das mich fasziniert und weswegen es sich lohnt, ein Buch zu schreiben. Oft ist das auch nur ein lustiger Satz. Den Rest baue ich dann drumherum. Bei Valentin war es der Junge, den ich gesehen habe. Ich habe nachgedacht, was er wohl den ganzen Tag tut. Dann habe ich einen streunenden Strandhund gesehen, buntbemalte Steine, eine Felsenburg – und all diese Dinge sind rund um den Jungen zu einer Geschichte geworden.

Ist Humor, Witz und Heiterkeit wichtig im Kinderbuch?

Sarah Michaela Orlovský: Ich bin eher tiefbegabt in Mathematik. Aber eine Gleichung kann ich vorrechnen: Humor und Heiterkeit sind enorm wichtige Essenzen des Lebens. Ein gutes Kinderbuch ist eine knackige Zusammenfassung des Lebens. Also: Ein gutes Kinderbuch KANN gar nicht ohne Humor und Heiterkeit auskommen!

Wie schreibt man denn, wenn man für Kinder schreibt?

Sarah Michaela Orlovský: Ich finde am wichtigsten, dass ich Kinder ernst nehme. „Das ist noch nichts für dich!“ oder „Das geht dich nichts an!“ – Wer bestimmt denn das, bitte? Wenn Kinder Interesse an einem Thema haben, dann ist es auch etwas für Kinder. Es muss nur sprachlich so aufbereitet sein, dass es für Kinder zugänglich wird. Das heißt nicht, dass alles besonders simpel sein muss. Reduzierte Sprache kann sehr komplexe Dinge erzählen und gleichzeitig Raum geben für eigene Gedanken und Erfahrungen. Besonders, wenn geniale Illustratoren den Worten dann noch ihre Bilder zur Seite stellen.

Erzählt man anders?

Sarah Michaela Orlovský: Ich erzähle immer „anders“. Nicht nur jede Zielgruppe braucht ihre eigene Sprache und Erzählweise, auch jede Geschichte und jeder Protagonist. Ich spreche sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen und ich erzähle gerne für sie. Was ich mich frage, ist: Wie erzählt man für Erwachsene? Das habe ich noch nie probiert.

Was sollte man denn vermeiden, wenn man sich als AutorIn darauf einlässt, für junge LeserInnen Bücher zu schreiben?

Sarah Michaela Orlovský: Ich halte es nicht aus, wenn ich eine Geschichte lese, die keine Geschichte sein will, sondern ein Lexikonartikel, eine Benimm-Regel, ein Rufzeichen. Geschichten, in denen Fragezeichen bleiben dürfen, halte ich für viel sinnvoller.

Text und Bild greifen in „Valentin, der Urlaubsheld“ eng ineinander. Wie war die Zusammenarbeit mit Michael Roher?

Sarah Michaela Orlovský: Heimlich, still und leise habe ich ja schon Michaels genialen Strich im Hinterkopf gehabt, als ich die Geschichte geschrieben habe. Und dort, wo ich dachte: „Das kann der Michael viel bezeichnender zeichnen, als ich es beschreiben kann“, dort habe ich meine Ideen für die Bilder notiert. Michael war dann so lieb, meine und seine Ideen in Bilder zu verwandeln. Er hat immer gefragt, ob ich was auszusetzen hätte, aber mir ist beim besten Willen nichts eingefallen!

Gibt es Pläne für zukünftige Bücher? Woran sitzen Sie denn gerade?

Sarah Michaela Orlovský: Momentan arbeite ich an zwei Büchern gleichzeitig. Zum einen schreibe ich einen Roman für Kinder. Die Idee dazu ist mir durch einen Zeitungsausschnitt gekommen. Es ist eine witzig-skurrile Geschichte. Ich konnte zuerst gar nicht glauben, dass sie wahr sein soll! Das zweite Projekt ist ein Roman für Jugendliche. Die Idee dafür findet sich auch in meinem Notizbuch: Ich habe ein ganz besonderes Werbeprospekt gesehen. Und schon hab ich zur Kamera und zum Stift gleichzeitig gegriffen.

Im „Valentin“ geht es ja nicht nur um Pech und Pannen, sondern auch um Freundschaft. Was heißt denn Freundschaft für Sie persönlich?

Sarah Michaela Orlovský: Bei den meisten meiner Reisen war ich nicht einfach eine Woche lang irgendwo auf Urlaub. Ich habe meistens ein paar Monate oder sogar ein Jahr an einem Ort gearbeitet und gelebt und viele beeindruckende Menschen kennengelernt. Natürlich denke ich oft daran, wie schön die Victoria-Fälle in Sambia sind oder wie atemberaubend es war, die Gorillas in Ruanda zu sehen. Aber was wirklich geblieben ist von jeder Reise, sind die Freunde, die ich gefunden habe. Sie fehlen mir.

Und wo geht’s hin im Sommerurlaub?

Sarah Michaela Orlovský: Zum ersten Mal in meinem Leben in den Norden!

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Storyboards und Bildideen
Ein Gespräch mit Michael Roher

Sie haben zehn Kapitel lang den Urlaubshelden Valentin mit dem Zeichenstift begleitet und wundervolle Bilder zu seinem Urlaub gefunden. Was einem rasch auffällt: Da will einer mehr, als bloß dem Text Bilder zur Seite zu stellen. Da mischt sich der Illustrator ordentlich in den Text ein, nimmt ihn ins Bild auf, macht daraus Sprechblasen und eine kurze Comicsequenz und kommentiert immer wieder den Text witzig und frech mit frischem, flottem Strich. Wie sehen Sie denn die Funktion und Aufgabe einer Kinderbuchillustration?

Michael Roher: Also zunächst einmal muss ich sagen, dass gerade bei „Valentin, der Urlaubsheld“ im Konzept der Autorin Sarah Michaela Orlovský bereits die Bild-Text-Verschränkung sehr stark vorgesehen war. Sarahs Idee war es, die Geschichte so anzulegen, dass auch ErstleserInnen einen ganzen Roman „schaffen“. Dazu war es wichtig, den Text in kleine Häppchen zu teilen und reich zu bebildern, wobei die Illustrationen, wie gesagt, in diesem Fall auch selbst sehr viel erzählen sollten. Wir haben uns dann im Café getroffen und mal so grob den Text auf die Buchseiten aufgeteilt und ich habe mir ein ungefähres Storyboard gemacht und Bildideen gesammelt. Für manche Situationen hat Sarah schon recht konkrete Vorstellungen gehabt, großteils hat sie mir aber freie Hand gelassen, sodass ich auch viele eigene Ideen einbringen konnte. Soviel zur Frage nach der Rolle und Entwicklung der Illustrationen konkret bei „Valentin“.

Pauschal kann ich die Frage nach der Aufgabe von Kinderbuchillustration nicht beantworten, weil ich diese Aufgabe von Projekt zu Projekt unterschiedlich sehe. Bei kurzen, reduzierten Texten, wie beispielsweise in Bilderbüchern, kann die Illustration viel erzählen, was im Text aufgrund seiner formalen Knappheit nicht Platz hat. Das können Gefühle und Stimmungen sein, genauso aber auch Schauplätze, Personen oder Handlungen, die durch das Bild näher beschrieben und veranschaulicht werden. Andere Texte, wie etwa Gedichte, die oft mehr ein Gefühl oder ein gewisses Stimmungsbild beschreiben, sehe ich oft als Einladung an die Illustration, eine ganz eigenständige „Geschichte“ dazu zu erzählen, die lediglich inspiriert ist von der Atmosphäre, die der Text in mir hinterlässt. Bei längeren Geschichten sehe ich die Illustration wiederum oft mehr als Auflockerung, als kleine (humorvolle) Ergänzungen zwischendurch, die für die eigentliche Handlung aber unwesentlich sind und lediglich die Lesemotivation steigern („Auf der nächsten Seite kommt wieder ein Bild!“).

Sie beziehen sich immer auch auf bestimmte Traditionen und Illustrationsstile in Ihren Arbeiten. Wer war, wer ist denn für Ihre Entwicklung als Künstler wichtig?

Michael Roher: Wenn ich einen Künstler oder eine Künstlerin entdecke, deren Illustrationen und Bilder mich faszinieren, passiert bei mir zuerst oft eine sehr starke Annäherung. Ich lasse es zu, dass mich die Bilder anderer IllustratorInnen leiten und beeinflussen und sich mein Stil sehr stark an diesen Vorbildern orientiert. In weiterer Folge beginnt dann früher oder später der Prozess der Ablösung, in dem ich mich wieder aus deren Einfluss löse und mehr den eigenen Weg suche. Trotzdem nehme ich mir jedes Mal etwas aus dieser „Begegnung“ mit und so bereichert die Auseinandersetzung mit der Kunst anderer zwangsläufig auch stets meine eigene Arbeit. Wesentlich geprägt haben mich dabei sicher KünstlerInnen wie Linda Wolfsgruber, aber auch Valerio Vidali oder Beatrice Alemagna.

Ist es ein Vorteil beim Illustrieren einer „fremden“ Geschichte, dass Sie auch selber schreiben?

Michael Roher: Ich denke, es hilft zwar beim Schreiben, wenn man selber illustriert, weil man dann bereits im Entstehungsprozess des Textes Bilder im Kopf kreiert und vielleicht ein besseres Gefühl dafür entwickelt, was man textlich aussparen kann, weil es sich gut durch Bilder transportieren lässt. Aber umgekehrt – also dass es beim Illustrieren hilft, wenn man selbst Autor ist –, das könnte ich nicht behaupten. Wenn ich fremde Geschichten illustriere, dann mische ich mich nicht in Formulierungen oder Erzählstil ein. Auch bei Sarahs Geschichte waren meine Anregungen rein aus der Illustratoren-Sicht, also zum Beispiel wo eventuell Bild-Text-Doppelungen vermieden werden könnten.

Haben Sie beim Lesen einer Geschichte einzelne Bildideen im Kopf, die Sie dann Bild für Bild umsetzen? Oder entwickeln Sie zuerst ein Storyboard für die ganze Geschichte?

Michael Roher: Bei manchen Textstellen sind sofort Bilder und Ideen da. Für andere muss ich länger überlegen bzw. haben Sarah und ich auch bei manchen Bildern gemeinsam überlegt. Das Storyboard hat sich zu Beginn nur auf die Textaufteilung bezogen, wurde aber nach und nach mit Bildideen aufgefüllt. Lücken bleiben aber meist trotzdem und das stört mich auch nicht bei der Arbeit. Ich brauche nicht zwangsläufig die gesamte Geschichte durchskizziert zu haben, um mit den eigentlichen Illustrationen zu beginnen. Wichtig sind die Hauptcharaktere, die müssen klar sein. Der Rest ergibt sich zu gegebener Zeit.

Hat da der Autor noch ein Wörtchen mitzureden?

Michael Roher: Beim Illustrieren fremder Texte ist es mir immer wichtig, das Projekt als ein gemeinsames zu sehen, mit dem am Ende beide, also sowohl AutorIn als auch ich als Illustrator, zufrieden sind. Das bedeutet für mich ein großes Maß an Kommunikation und Austausch über den Status des Arbeitsprozesses. Konkret heißt das, dass ich Sarah die Bilder, sobald ich wieder welche fertig hatte, gemailt habe und sie mir Rückmeldung geben konnte. Manchmal habe ich daraufhin gewisse Dinge verändert, meist war das aber nicht nötig, weil Sarah mit dem Bild zufrieden war, und manchmal war sie sogar überrascht, was ich da zu ihrem Text fabriziert habe. Angenehm war es, dass Sarah einerseits sehr klar war in dem, was sie wollte (für manche Passagen hatte sie, wie schon gesagt, bereits beim Schreiben eigene Bildideen verschriftlicht), andererseits hat sie mir aber auch sehr großen Gestaltungsfreiraum gelassen und so habe ich etwa Textstellen zu Comic-Seiten umgearbeitet oder mit eigenen Ideen und kleinen Nebenhandlungssträngen ergänzen können.

„Valentin, der Urlaubsheld“ ist auch beim Wettbewerb Die Schönsten Bücher Österreichs ausgezeichnet worden. Eine überraschende Ehrung?

Michael Roher: Ja, die Auszeichnung war für mich tatsächlich überraschend und gleichzeitig ein ganz besonderes Kompliment, über das ich mich sehr gefreut habe.

Seit Ihrem ersten Buch, dem Bilderbuch „Fridolin Franse frisiert“ aus dem Jahr 2010, sind mehr als ein Dutzend Bücher von Ihnen erschienen. Was hat sich denn für Sie persönlich seit „Fridolin Franse“ verändert?

Michael Roher: Die letzten fünf Jahre waren sicher eine besonders intensive Zeit für mich, die sich vielleicht am ehesten als kleine Entdeckungsreise beschreiben lässt. Ich habe unter anderem durch den Besuch der Kinderbuchmesse in Bologna im Jahr 2010, aber auch durch die intensivere Beschäftigung mit der Illustration sehr viele beeindruckende und inspirierende Arbeiten von internationalen KünstlerInnen kennenlernen dürfen. Ich habe durch Ausprobieren verschiedener Techniken mein Repertoire erweitern können und habe das Gefühl, mehr und mehr für mich herauszufinden, was mir liegt und was weniger. Ich habe meinen Traum, Bilderbuchillustrator zu werden, leben dürfen und so viele Preise und positives Feedback gekriegt, dass ich es kaum glauben kann. Ich habe auch feststellen müssen, dass sich die Zeit, die ich damit zubringe, Mails zu beantworten, seither vervielfacht hat. Ich habe allerhand Lesungen und Workshops gehalten und bin dabei vielen lieben Leuten und schönen Plätzen begegnet. Ich habe Erfahrungen mit unterschiedlichen Verlagen gemacht und festgestellt, dass jeder irgendwie auf seine ganz eigene Weise funktioniert. Ich habe viele Projekte, die mir am Herzen gelegen sind, verwirklichen können. Ich habe oft an mir gezweifelt, war auch oft zufrieden mit mir und bin, um es zusammenfassend mit einem Wort zu sagen, dankbar für all das – trotz erhöhtem Zeitaufwand für Mailverkehr. 😉


Die Interviews wurden per E-Mail geführt.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei den AutorInnen und IllustratorInnen für ihre Geduld und die Bereitschaft, aus der Schule zu plaudern.
Sonja Bognar, Robert Stocker

Copyright

© Bundeskanzleramt 2015

 

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Städte in aller Welt (YEP Heft 4 Jänner 2015)

Hast du schon einmal von Bardejov gehört?
Von Kibuye oder Buena Vista?
Es gibt so viele Städte auf dieser Welt!
YEP macht mit dir eine kleine Weltreise.

Hier geht’s direkt zum Artikel!

Städte in aller Welt_yep©oesterreichischer buchklub der jugend

IN: YEP – EXTRAHEFT „WIENŠ © Buchklub der Jugend, Wien 2014

„Tomaten mögen keinen Regen“ (Jugendroman, ab 12) – 2. Auflage!

Hovanes
“Tomaten mögen keinen Regen”
Sarah M. Orlovský

ab 1. Juni 2014 bei Tyrolia
14,95 €

Ein Buch über blonde Augen,
tote Kaninchen und Tomaten,
die keinen Regen mögen.

Sie haben keine Eltern. Sie sind „anders“. Hovanes ist der älteste von ihnen. Älter als Sirup, Tiko, Eilis und Gaya, mit denen er gemeinsam im Haus Betlehem lebt, unter der Obhut von Schwester Miki und Schwester Rosa. Eine Zwangsgemeinschaft, eine ungewollte Gemeinschaft und dann doch auch wieder eine Gemeinschaft.

Woran Journalistin Ana im Buch scheitert, gleingt Sarah Orlovský: das Leben von behinderten Kindern in einem Waisenheim zu beschreiben, wie es ist – ohne Platitüden und ohne Sozialromantik.

Erwachsen werden, Grenzen ausloten, mit verwirrenden Gefühlen konfrontiert sein – mit großer Einfühlsamkeit begleitet die Autorin in ihrem Debütroman einen heranwachsenden Teenager auf der Suche nach seinem Platz in der Welt.

Kleine Leseprobe gefällig?
Per KLICK in die Verlagsvorschau des Wiener Dom Verlags.

Auszeichnungen:
Evangelischer Buchpreis 2014
Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2014
Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium 2014
Kollektion des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2014
Ehrenliste des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2014

Lektorix des Monatsim April-booklet der FURCHE.
Buch des Monats Dezember 2013 d. dt. Akademie für KJL

 


REZENSIONEN: Weiterlesen

Valentin der Urlaubsheld – Rezensionen

»›Valentin, der Urlaubsheld‹ ist eine hübsche Geschichte mit entzückend reduzierten Zeichnungen über Urlaubsfallen und schöne Freundschaften.«
Falter 
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Valentin ist ein Held. Ein Urlaubsheld. Fast schon ein Urlaubssuperheld: denn Valentin weiß Rat bei Frühstücksbuffet-Ärgernissen, Sandstrand-Langeweile oder viel zu salzigem Meerwasser. Als seine Eltern eines Urlaubsmorgens krank das Bett hüten müssen, rettet Valentin die missliche Situation auf seine Art…

Sarah Michaela Orlovksý und Michael Roher erzählen in „Valentin der Urlaubsheld“ äußerst unterhaltsam, kurzweilig und authentisch von Freundschaft, Familienzusammenhalt, kindlichen Erwartungen und Ferien am Strand. – Griechische Sommerstimmung vom Feinsten!

Andrea Kromoser | Familienlektüre

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»›Valentin, der Urlaubsheld‹ ist eine hübsche Geschichte über Erwartungen, Enttäuschungen und Freudnschaft – toll illustriert und für Erstleser geeignet.«
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»Ein wunderbarer Sommerschmöker, genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen!«
Elisabeth von Leon | STUBE 
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Die wunderbar klaren schwarz-weiß-Zeichnungen, die teilweise als Comic den geschriebenen Text ersetzen, machen Lesern ab acht Jahren sicher genau so viel Freude wie vorlesenden Eltern. Die reiche Bebilderung, bei der keine Seite ohne pfiffiges Bild bleibt, macht das 124 Seiten starke Buch zu einem kurzweiligen Vergnügen. Ein wunderbares Buch, das auch nach der Ferienzeit in keinem Büchervorrat fehlen sollte. Schließlich kommt der nächste Urlaub ganz bestimmt…
Ulrike Katrin Peters | Mortimer 
Zum Hineinschmökern:

Dankesrede zum Evangelischen Buchpreis 2014

Am 4. Juni fand im Haus der Kirche in Kassel die Verleihung des Evangelischen Buchpreises 2014 statt.

Lauter neue Dinge:
1) Meine erste Pressekonferenz!
2) Eine Rede in Deutschland!
3) Vor dem Who is Who der evangelischen Gemeinschaft!

Um es kurz zu machen: Ich war nervös.
Und: Die Stimmung war so wertschätzend und gemeinschaftlich, dass ich nicht einmal tiefrot geworden bin. (Nur etwas zwischen Ampelorange und Sonnenuntergangsrosa.)

FOTO: medio.tv/Schauderna

FOTO: medio.tv/Schauderna

Hier meine Dankesrede zum Nachlesen:

Ich arbeite in einem Jugendzentrum der Diözese Linz, ökumenisch, interreligiös und interkulturell ausgerichtet.

Im Februar haben wir im Rahmen eines Projektes Menschen, die mit einer Beeinträchtigung leben, eine Woche lang mit der Kamera begleitet. Mitten in dieser Woche läutet mein Handy – 0049 … Ein Anruf aus Deutschland. Das passiert nicht oft in Oberösterreich. Die Jugendlichen haben natürlich gefragt, warum ich einen Freudentanz aufführe. So haben sie vom Evangelischen Buchpreis erfahren und regen Anteil daran genommen.

Auch heute Morgen, als ich eine davon, Helena [Klammer auf: Achtzehn, evangelisch, Klammer zu] zufällig am Bahnhof traf.
„Freust du dich schon?“, hat sie gefragt.
„Ja … Ich weiß nur nicht, wie ich meine Rede beginnen soll.“
„Sag einfach: Ich weiß ja schon seit ich die Helena kenne, dass Protestanten cool sind. Aber jetzt, wo ich einen Preis von euch krieg …“

Tolle Idee, habe ich gesagt, aber … Das trau ich mich nicht.
Womit Helena aber Recht hat: Der Evangelische Buchpreis ist etwas ganz Besonderes für mich.
Wenn ich das bis jetzt richtig durchschaut habe, reichen normalerweise engagierte Verlagsmenschen ihre Bücher zu Preisen ein, Fachjurys lesen und werten und reihen, was preisverdächtig und somit lesenswert ist. Das hat nicht immer etwas damit zu tun, was Otto und Ottilie Normalverbraucher als Lektüre auf dem Nachttisch liegen haben.

Der Evangelische Buchpreis ist da ganz anders. Da reichen ganz normale Menschen Bücher ein, die sie tatsächlich gelesen UND gemocht haben!
Das hat mich beeindruckt.
Noch mehr beeindruckt hat mich, dass aus allen Genres und Sparten dann auch noch ein Jugendbuch gewinnen kann, noch dazu eines, in dem niemand aufregenden Sex hat, wo es kein gefinkeltes Verbrechen gibt, keine klassisch coolen ProtagonistInnen. Das erste Jugendbuch aus einem ganz kleinen Verlag in Österreich.
Das ist ja fast so, als würde Österreich den Songcontest gewinnen …

Ein aufregendes Jahr, dieses 2014.
Danke, dass Sie es für mich noch aufregender gemacht haben.

Danke.

PS: Und liebe Grüße von Helena!

 

Zum Bericht über die Preisverleihung:
Evangelischer Buchpreis 2014_Pressemeldung_Screenshot

Evangelischer BUchpreis 2014_Einführung

3sat-Interview auf der Buchmesse Leipzig – 14.03.2014

Freitag, der 14. März 2014 – ein denkwürdiger Tag.

Um 9.30 Uhr trat ich durch folgende Tür auf der Leipziger Buchmesse:

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Und trat wenig später als völlig neuer Mensch wieder heraus:

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Mein erstes Mal in der Maske!

(Fazit: Sehr beeindruckend. So viel Make-up hatte ich nicht einmal bei meiner Hochzeit aufgespachtelt …
Aber so muss das sein, wenn man ins Fernsehen will.
Und genau das war der Plan.)

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Dr. Michael Schmitt, seines Zeichens 
Laudator des Kranichsteiner Jugendliteraturstipendiums 2014,
hatte Stefanie de Velasco und mich als diesjährige Preisträgerinnen
zum Interview am 3sat-Stand eingeladen.

Sehr gemütliche Couch, liebes 3sat-Team!
In so netter Gesellschaft, in so weichen Sitzkissen lässt es sich entspannt plaudern und lesen.

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Wunderbares Special-Feature des halbstündigen Fernsehauftritts:
Bekannte Gesichter aus Österreich im Publikum!
Im Uhrzeigersinn: Katrin Feiner (Lektorin für „Tomaten mögen keinen Regen“), Christina Ulm (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der STUBE) und Heidi Lexe (Leiterin der STUBE).

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Zum Interview: http://www.3sat.de/mediathek/