„Das erste Bild dauert immer am längsten“ – Ein Artikel von Tanja Heil über Illustratorin Ulrike Möltgen

Ich kann Ulrike Möltgen gar nicht genug für die wunderschönen Bilder in „ich #wasimmerdasauchheißenmag“ danken.

Wie sie arbeitet, hat mich schon während der Zusammenarbeit an meinem Jugendroman fasziniert. In der Westdeutschen Zeitung gibt sie Tanja Heil Einblick in ihr Atelier und ihre Arbeitsweise:

Quelle: http://www.wz.de/lokales/wuppertal/das-erste-bild-dauert-immer-am-laengsten-1.2514629?page=all

„Das erste Bild dauert immer am längsten“

Die Wuppertaler Illustratorin Ulrike Möltgen hat in den vergangenen Monaten fünf Bücher für Kinder und Jugendliche bearbeitet.

Die Wuppertaler Illustratorin Ulrike Möltgen hat in den vergangenen Monaten fünf Bücher für Kinder und Jugendliche bearbeitet.

So arbeitet Ulrike Möltgen am liebsten: auf dem Boden.Jens Grossmann

So arbeitet Ulrike Möltgen am liebsten: auf dem Boden.

Mirke. Ein düsterer Wald, eine kunterbunte Kinderlandschaft, mal eine Collage, dann wieder feine Pinselstriche – Ulrike Möltgen liebt Abwechslung. „Wenn ich so farbig voluminös wie beim Bär arbeite, dann habe ich wieder Lust auf etwas ganz anderes.“ Fünf Bücher hat die Illustratorin in den vergangenen Monaten bearbeitet, und jedes hat einen völlig unterschiedlichen Charakter. Nur der Arbeitsablauf, der bleibt immer der gleiche: Wenn der Text da ist, steht er erst einmal wie ein riesiges Monument vor der Künstlerin. „Anfangs mache ich einen großen Bogen drumherum.“

Tagelang schleicht Ulrike Möltgen durch die geräumige Altbauwohnung nahe des Mirker Bahnhofs und lässt die Worte und Figuren auf sich einwirken. Ob beim Gassi-Gehen mit dem Hund, beim Einkaufen oder beim Wäschewaschen – immer begleiten sie die Figuren ihres neuen Projekts. Nach und nach manifestieren sich Farben, die zu Szenen oder Figuren passen. Es schält sich heraus, welches Material sie verwenden will. Dann, irgendwann, setzt sich Ulrike Nöligen vor ein weißes Blatt Papier. „Das erste Bild dauert immer am längsten.“ Leicht zwei Wochen verbringt sie damit, bis jedes Detail seinen Platz, seine Form und die richtige Farbe hat. „Das Material hat auch einen eigenen Plan und kommt mir in die Quere“, erzählt die Illustratorin. „Aber das ist ja auch gut so.“

„Manchmal komme ich dann in einen Flow und arbeite 15 Stunden am Tag, fast ohne es zu merken.“

Ulrike Möltgen

Am liebsten sitzt sie auf dem Boden, umgeben von Farben, Papierschnipseln und Stoffen. Dann probiert sie aus, was passt. Ist das erste Bild geschafft, arbeitet sie die restlichen der Reihenfolge nach ab. „Manchmal komme ich dann in einen Flow und arbeite 15 Stunden am Tag, fast ohne es zu merken.“ Die Sammlung, die sie auf dem Tisch ausbreitet, ist bemerkenswert. Ganz aktuell ist der „Kleine Hävelmann“ von Theodor Storm: Der Autor wäre heute 200 Jahre alt geworden. Die Geschichte um den kleinen Jungen, der nicht schlafen will, hat Ulrike Möltgen als Collage gestaltet. Sehr erschöpft sieht die Mutter aus, die stundenlang den Kinderwagen schieben muss. Aufsässig sitzt der Junge darin und fährt schließlich bis zum Mond hinauf. „Eine sehr aktuelle Geschichte“, findet die Mutter eines Teenagers. Für das Hemd, das dem Jungen als Segel dient, hat sie Gaze verwendet. „Das war schwierig, weil das auf dem Scanner nie so liegen geblieben ist, wie ich es haben wollte.“ Das Büchlein hat die Elberfelderin für die Insel-Bücherei illustriert. „Ich habe sogar schon Anfragen für signierte Exemplare von Sammlern erhalten.“

Dem „Bär mit dem roten Kopf“ hingegen hat sie kräftige, flächige Farben gegeben. Die Geschichte war ihre Idee: Der Bär ist traurig, dass außer ihm niemand einen roten Kopf hat. Bis er auf einen Bär mit grünem Kopf trifft. Für Jugendliche hingegen ist „ich: #wasimmerdasauchheißenmag“ mit einer dementsprechend völlig anderen Bildgebung. „Ich habe das ein bisschen realistischer gemacht – wie Modezeichnungen“, erzählt Ulrike Möltgen. Der Kontakt zu dem Buch ergab sich auf der Buchmesse.

Schon mehrfach ausgezeichnet wurde „Wolfsbrot“ vom Verlag Kunstanstifter. Für den Jungen, der durch den dunklen Wald laufen muss, wählte die Künstlerin dunkle Farben und Umrisse, die verschiedene Deutungen zulassen. Und bei „Bluma“ pinselte sie feine Tusche-Striche. Nach all den vielen Büchern macht Ulrike Möltgen jetzt eine künstlerische Pause. Und doch juckt es ihr schon wieder in den Fingern. Lange kann es nicht dauern, bis der Boden wieder mit Papierschnipseln bedeckt wird.

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Was ist denn schon „N-O-R-M-A-L“? Sarah Orlovský im LESERstimmen-Video

Sarah Michaela Orlovský im Gespräch

über den Jugendroman „Tomaten mögen keinen Regen“,
über Lesevorlieben und Kindheitsträume,
über die Aktion LESERstimmen

und warum „Tomaten mögen keinen Regen“ das Gewinnerbuch 2o15 sein sollte …

LESERstimmen Video Orlovsky 2015

 

JETZT ONLINE VOTEN UND VIELE TOLLE PREISE GEWINNEN!

http://www.leserstimmen.at/online-voting 

 

 

 

Valentin der Urlaubsheld als TV-Held

Was wünscht sich Valentin der Urlaubsheld zum Valentinstag?

„Ein Mal ein Fernsehheld sein!“

Et voilá, lieber Valentin:

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AUTORINNENPORTRAIT
anlässlich des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises für
„Valentin, der Urlaubsheld“:

Montag, 16. Feburar 2015, 19.00 Uhr, ORF 2: Oberösterreich Heute

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Mozartkugeln meet Horaffen: Lesereise durch Deutschland, 24. – 31. 10. 2014

Im Rahmen des Evangelischen Buchpreises 2014 war Sarah Michaela Orlovský von 24. bis 31. Oktober 2014 quer durch ganz Deutschland unterwegs – im Gepäck  „Tomaten mögen keinen Regen“, Mozartkugeln, ein leeres Notizbuch und große Neugier auf die vielen Gesichter und Geschichten Deutschlands.

Nach Hause reisten im Auto Horaffen und andere Köstlichkeiten, der Kopf deutlich voller, das Herz zum Überfließen. Vielen Dank an alle engagierten Männer und Frauen, BibliothekarInnen und Pastoren, die uns mit offenen Armen und Ohren empfangen und jede einzelne Lesung zu einem einmaligen Erlebnis gemacht haben!

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Die Highlights im Überblick:
Fr. 24.10.: Baiersdorf, Bayern. 19.00 Uhr.

Was ich bisher nicht wusste, aber hier schnell kapiert habe: Bayern ist nicht gleich Bayern. Auch wenn es Laugenbrezen gibt zur Jause: Wir waren bei den Franken – ich werd’s mir hinter die Ohren schreiben.

Das zweite Aha-Erlebnis des Tages (ich gestehe, man musste mich darauf hinweisen …): Alles am liebevoll gestalteten Buffet war aus Tomaten! Tomaten-Muffins, Tomaten-Aufstrich, Tomaten-Cracker, Tomaten-Spieße, …

Vielen Dank!

 

 

 

 

[Sa. 25.10.: Württemberg. 14.oo Uhr: Crailsheim.

Der perfekte Rahmen für eine austro-deutsche Lesekooperation: Das internationale Suppenfestival Crailsheim.
So nahmen wir nicht nur eine Nase voll sensationeller Düfte mit von dieser Station, sondern auch eine ganz besondere Köstlichkeit aus Crailsheim City itself: Horaffen – ein Andenken an die Zeit, als der Hintern einer Frau eine ganze Stadt gerettet hat. Es recherchiere im Internet, wer DAVON noch nie etwas gehört hat …

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[Sa. 25.10.: Württemberg. 20.00 Uhr: Fochtenberg.

Ein knallroter Regenschirm, ein Korb voller Tomaten.
Eine gut gestimmte Querflöte für einen stimmungsvollen Beginn,
ein gut gefüllter Saal und gut füllende Tomatensuppe,
und schließlich, als ganz besonderen Abschiedsgruß:
Dreistimmig gesungene Gute-Nacht-Lieder.
So lässt es sich leben lesen!

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[So. 26.10.: Wettenberg-Wißmar, Rheinland, 15.00 Uhr.

Mmmh, diese Wettenberger Pralinen …
Und schon wieder ein Zeichen österreich-deutscher Verbundenheit: Udo Jürgens.
Nicht persönlich natürlich. Aber musikalisch würdig vertreten.
Alles Gute zum 80. Geburtstag, lieber Udo Jürgens!
Und uns ein herrliches Kuchenbuffet.

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[Mo. 27.10.: Gemeindehaus Sevelen, Issum, Rheinland. Literaturfrühstück, 9.30 Uhr.

Flach, flach, flach, so weit das Auge reicht …
Sehr praktisch, dieser Niederrhein!
Man KANN sich nicht verlaufen.
Erstens: Schnurgerade Wege.
Zweitens: Immer Blickkontakt zur Unterkunft, einer historischen Mühle.
Menschen trafen wir eigentlich erst beim Literaturfrühstück – dort dafür umso mehr und umso liebere.

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[Di. 28.10.: Herford, Westfalen, 19.00 Uhr.

Das Frühherrenhaus in Herford: Die älteste Lesestätte der Reise.
Ein Bücherregal, für das man eine Dreimeter-Leiter und weiße Seidenhandschuhe braucht,
ein Kamin, in dem theoretisch ein gemütliches Feuer brutzelt –
da kann man sich vorstellen, wie so eine Lesung im Mittelalter aussah!
War aber auch im 21. Jahrhundert ein Erlebnis.

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[Mi. 29.10.: Ahlen, Westfalen. 19.30 Uhr.

Ganz im Gegensatz zu Issum: Wir haben uns beim Spazierengehen verlaufen.
KEINE Ahnung, wo wir sind.
Gott sei Dank, zwei Hundebesitzer, die trotz des Regens mit ihren Lieblingen Gassi gehen.
Der erleichterte Gruß: „Guten Tag. Wir haben uns verlaufen.“
Die prompte Antwort: „Hier kann man sich nicht verlaufen.“
Stille.
„Können Sie uns bitte trotzdem sagen, wie wir zurück zum Hotel kommen?“

Zur Christuskriche haben wir dann ohne Probleme gefunden.
Tolle Akustik, angeregte Diskussionen, beeindruckende Menschen –

und das Abendessen mit dem Pastor war so gemütlich,
dass wir doch tatsächlich ganz aufs Fotografieren vergaßen …
Danke dafür!

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[Do. 30.10.: Bad Bentheim, Hannover, 19.00 Uhr.

Eine echte Burg!
Mit einem Kreuz aus dem 12. Jahrhundert: Der Herrgott von Bentheim, vergraben in einem Acker, durchlöchert von Kugeln …

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Spannende Geschichten, die sich da rund um die Lesung erfahren ließen.
Nicht minder beeindruckend die 81 ZuhörerInnen, die sich zur Lesung im Gemeindezentrum einfanden!

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Und dann das absolute Highlight von Bad Bentheim:
Ein Affenbrotbaum! Mitten in Deutschland!

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[Fr. 31.10.: Delmenhorst, 15.00 Uhr.

Delmenhorst muss eine Rie-sen-Stadt sein, denken wir, als wir bei der ersten Autobahn-Abfahrt „Delmenhorst“ vorbeifahren, weil das Navi noch eine zweite verspricht.
So kann man sich täuschen.

„Guten Tag, wie kommen wir denn ins Stadtzentrum?“
„Stadtzentrum? Naja, also … Falls Sie die Fußgängerzone meinen: Das sind die 200 Meter dort drüben …“

31.10.2014_Delmenhorst 1

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Highlight der Lesung: Eine unerwarteter Gast, der sich in den Saal verirrt hat.
Gezückte Smartphones, verzückte Gesichter,
eine gemeinsame Rettungsaktion:
Alles Gute, kleine Maus!

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[Fr. 31.10.: Oldenburg-Ofenerdiek, 20.00 Uhr.

Reformationstag also.
Ein schönes Zeichen der Ökumene: Gemeinsamer Gottesdienst in der Pfarre,
dann Lesung im Bonhoeffer-Haus.

Das Werkstattgespräch fordert dieses Mal.
Pastor Teuber hat sich spannende Fragen rund um den Reformationstag ausgedacht
und will auch die Meinung der österreichischen Katholikin wissen.

Ein schöner und würdiger Abschluss dieser Reise!

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Resümee: Was uns trennt ist nicht die Konfession, sondern allein die gemeinsame Sprache 😉
(Lerngewinn auf deutscher Seite: „Faschiertes“ ist Hackfleisch.
Lerngewinn auf österreichischer Seite: Nur weil wir ins Gemeindehaus „laufen“, muss man sich noch lange keinen Stress machen.)


Lesereise Deutschland 2014

 

 

„Tomaten mögen keinen Regen“ in Saarbrücken

Von Eisenstadt nach Saarbrücken – so schnell kann’s gehen …

Nach der stimmungsvollen Preisverleihung in Eisenstadt ging’s schnurstracks nach Deutschland,
zur Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken!

Als Vertreterin des Gastlandes Österreich hatte ich dort das Vergnügen,
aus „Tomaten mögen keinen Regen“ zu lesen.

Eindrücke von dieser kleinen, feinen, gemütlichen, schnuckeligen Kinder- und Jugendbuchmesse: 

Saarbrücken_Lesung 1
Saarbrücken_Lesung 1.1

Saarbrücken_Autogrammstunde Saarbrücken_Lesung 2

 

 

 

 

Mein ganz persönliches Sightseeing-Highlight aus Saarbrücken: Tolles Kulturprogramm!

Afrikaner sind alle ...

 

 

 

Programmheft 2014Saarbrücken_Gastland Österreich

Verleihung des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises in Eisenstadt

 

ÖSTERREICHISCHER KINDER- UND JUGENDBUCHPREIS 2014 

Österreichischer Kinder und Jugendbuchpreis_Logo

 

 

 

 

 

 

Am 22. Mai 2014 fand um 11.00 Uhr die feierliche Verleihung des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises statt .
Novum: Zum ersten Mal wurde der Preis in Eisenstadt verliehen.
Mit dabei: „Tomaten mögen keinen Regen“!

 

20140522_Kinder- und Jugendbuchpreis 5Glücklich von links nach rechts: Autorin Sarah Michaela Orlovský und Inge Cevela vom Tyrolia Verlag mit
Landeshauptmann Hans Niessl

Highlights der Preisverleihung:

1) Die irrsinnig charmante Moderation von Christina Ulm und Klaus Novak:

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2) Die geniale Musik von Garish!

20140522_Kinder- und Jugendbuchpreis 23

3) Die Präsentation des Preises der Jugendjury. Ihr Lieblingsbuch: „Der Eisdrache“ (Nilpferd in Residenz).

20140522_Kinder- und Jugendbuchpreis 17

 

 

Mein ganz persönliches Highlight: Die Lesungen in der NMS Mattersburg am Vortag!

Foto 2
Danke euch, ihr wart großartig!

 

 

Infos zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis:

Der Preis

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